Die Geschichte des OGV Hedelfingen


1912 – 1922

Am 21. Januar 1912 wurde der OGV Hedelfingen gegründet, der aus dem bis dahin bestehenden Güterbesitzerverein hervorging .
Vorstand wurde Christian Ruff.

Bereits im zweiten Jahr seines Bestehens wurde auf dem ehemaligen Charlottenplatz
(heute: Hedelfinger Platz) ein 5 Ar großer Versuchsgarten gepachtet und dann angelegt.

Schon damals waren Rundgänge und praktische Unterweisungen bei Winterbaumschnitt

sowie Sommerschnitt ein wichtiger Punkt für die Weiterbildung der Mitglieder.

Der Verbreiterung der Hedelfinger Straße als repräsentativer Straße mit dem zweigleisigen Ausbau der Straßenbahn fiel dieser Vereinsgarten dann zum Opfer.

 

1922 – 1946

1922 übernahm Eugen Wendel die Vorstandschaft und legte in dieser Zeit den Schwerpunkt auf die Förderung des  Qualitätsobstbaus in Hedelfingen.
Der Tafelobstbau in Hedelfingen zeichnete sich besonders durch seine qualitativ hochwertigen Tafelbirnen aus.


Der weit über Hedelfingen hinaus  bekannte Birnenzüchter Gottlieb Binder war zu dieser Zeit über lange Jahre  2. Vorstand des Vereins.
Damals kaufte der Verein einen Garten in der Gemarkung Seeacker, der, wie schon sein Vorgänger, zum reinen Erwerbstobstbaumgarten ausgebaut wurde.


1939 begann die Stadt Stuttgart mit den Grundbesitzern zu verhandeln, um Fläche für das geplante Neckarhafengebiet zu erhalten.

 

1946 – 1968

Paul Bücheler wurde 1946 zum Vorstand gewählt und übernahm erfolgreich die schwierige Aufgabe, den Verein nach dem Krieg wieder aufzubauen.

1956 wurde der dritte und noch heute im Besitz befindliche Vereinsgarten mit Anteilscheinen der Mitglieder in Höhe von DM 5,00 auf der Burg gekauft.
Mit viel Arbeit und Mühe erfolgte der Auf- und Ausbau des Gartens wieder als reiner Nutz- und Erwerbsgarten.

1968 – 1996

1968 konnte Paul Bücheler (links) einen intakten Verein an Hermann Jung (rechts) übergeben, der diesen Verein 27 Jahre führte

Mit Übernahme der 1. Vorstandschaft durch Hermann Jung änderte sich das Gesicht des Vereines und auch des Vereinsgartens.
Hermann Jung und sein damaliger  Vereinsausschuss investierten viel Mühe und Geld in die Umgestaltung.
So wurde eine Staudenecke eingerichtet, Ziersträucher wurden gepflanzt und der Liebhaberobstbau ausgebaut. Das noch heute bestehende Gartenhaus wurde gekauft und aufgebaut.
Der „Tag der offenen Tür“  wurde eingeführt und mit großem Erfolg bis heute durchgeführt. Die hohen Besucherzahlen sprechen für sich.
Auch die Winterbesichtigungen wurden unter seiner Führung ins Vereinsprogramm aufgenommen.
1993 wurde auf Initiative von  Hermann Jung ein weiterer Umbau des Vereinsgarten unter verstärkter Berücksichtigung  ökologischer Gesichtspunkte in Angriff genommen.

1996 – Heute

1996 übernahm Eberhard Jung die Vorstandschaft 1und  die anspruchsvolle Umgestaltung des Vereins wurde unter seiner Leitung vollendet.

1998 bekam der Obst- und Gartenbauverein einen Umweltpreis der Landeshauptstadt Stuttgart für seinen Vereinsgarten überreicht.

Unter Eberhard Jung wurde der Vereinsgarten für Gruppen und Besucher geöffnet.

Führungen und unser „Tag der offenen Tür“ bieten der Öffentlichkeit die Möglichkeit, Anregungen für den eigenen Garten zu gewinnen.

Gerne führt unser 2. Vorstand Jürgen Bauer, der die Betreuung und Pflege des Gartens vom langjährigen Verantwortlichen Kurt Bücheler übernommen hat, unangemeldete Vorbeigeher durch den Garten.

Besucht haben den Vereinsgarten unter vielen anderen:  der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Stuttgart, der Gesangsverein Beffendorf aus den Schwarzwald, der Obst- und Gartenbauverein Heumaden, eine Gruppe des Amts für Umweltschutz und die Naturschutzwarte Stuttgart.